Reisebericht
Viel Hitze -
Santa Barbara bis Las Vegas


3. Oktober: Dienstag
Es ging noch ein Stück den Highway No. 1 runter, bis kurz hinter Ventura. Dort verabschiedeten wir uns vom "Pacific Ocean" und fuhren nach Nordosten in Richtung Mojave-Wüste. Am State-Highway 14 wurde die Landschaft immer trockener. Gegen Mittag kamen wir an Palmdale und Lancaster vorbei. Leider hatten wir keine Zeit für einen Besuch der Edwars Air Force Base. Der Highway 58 von Mojave nach Barstow geht fast nur geradeaus: Tempomat rein, Fuß vom Gas und nur das Lenkrad festhalten. Zwischendurch aber immer noch ein paar trockene Weiden mit Rindern drauf. Irgendwo auf dem Weg
kamen wir noch an einem Testgelände für Flugzeuge vorbei. Da standen dann mal eben so an die 30 Jets rum. Hitze war schon gar kein Ausdruck mehr. Gegen 17:00 Uhr kamen wir in Barstow an, die Sonne brannte uns auf den Kopf. Wir suchten das Super-8 Motel, was leider nicht ganz einfach zu finden war. Als wir dann aber die "Coolwater Lane 170" gefunden hatten, waren wir echt happy. Die Koffer ins Zimmer und dann ab in den Hotelpool. Am frühen Abend gingen wir noch einkaufen und fanden ein paar Blocks weiter das "Dinapolis Firehouse". Ein im Feuerwehrlock eingerichtetes Restau- rant, in dem es die mördermäßig belegteste Pizza gab. Nach dem Happen fiehlen wir ins Bett. Das letzte was ich hörte, war das surren der Klimaanlage.


4. Oktober: Mittwoch
Heute sollte es über den Interstate Highway 15 bis nach Las Vegas gehen. Wir beschlossen aber, uns noch eine kleine "Geisterstadt" in der Nähe von Barstow anzusehen. Um 10:15 Uhr brachen wir auf. Der "Calico-Ghosttown" war leider doch recht kommerziell angelegt und eher mehr etwas für eine Familie mit Kindern. Außer dem Eintrittspreis wurde man an zig Stellen nochmals zur Kasse gebeten. Jasmin gefielen besonders die vielen kleinen Souvenierläden in denen es Edelsteine und Schmuck zu kaufen gab. Gegen 12:00 Uhr ging es weiter. Etwa 72 Meilen vor Las Vegas kam im Radio die Meldung über starken Regen und Gewitter. Ich war etwas beunruhigt, da es in dieser Region bei starkem Regen sehr schnell zu Hochwasser kommen kann. Letztes Jahr schwammen in Las Vegas sogar Autos durch die Straßen.
Wir hatten aber Glück. Die Fahrt wurde zwar schwieriger, wegen des Regens kamen wir zeitweise nur mit 30 Meilen pro Stunde voran, der Scheibenwischer gab was er konnte. Auch die Polizei war im Einsatz, da es schon einige Autofahrer im Aquaplaning vom Highway gefegt hatte. In Las Vegas war es aber wieder einigermaßen trocken. Wir bogen vom Highway zweimal ab und standen schon auf dem Parkplatz vom "Excalibur". Die Koffer wurden nur schnell in die Ecke gestellt und dann machten wir uns auf einen Trip durch die Stadt. Das Beste an dem Abend war das Buffet im Luxor. Für 13 $ gab es ein "All-you-can-eat" vom allerfeinsten. Das war wohl das größte Buffet der Welt, glaube ich. Zumindest musste es für ein paar Tau-
end Gäste reichen... Wärend Jasmin sich mit heißen Kirschen und Eis als Nachtisch den Magen voll schlug, setzte ich auf Schokoladenpudding. Nachdem wir den Underground des Hotels per Rolltreppe verließen, klingelten oben im Casino die "einarmigen Banditen". Dieses Geräusch ist auch einmalig. Wir genossen die Glitzerwelt bei Nacht und gingen am Strip spazieren. Im MGM Grand stand ein Crysler auf der Drehscheibe und wartete auf seinen neuen Besitzer. Die Löwen im Glaskäfig waren faul und wollten sich nicht vom Fleck bewegen. Für einen Hubschrauberflug waren wir wohl beide zu geizig, trotzdem wäre es sicherlich ein einmaliges Erlebnis gewesen - das war es ja auch so schon. Besonders beeindruckt waren wir von den Wasserspielen am "Mandala Bay Resort". Dagegen war der Vulkanausbruch am "Mirage" eher uninteressant. Das aber mitunter am stärksten besuchte Event, war die Piratenschlacht am "Treasure Island". Wie in einem Hollywood-Film wurde da klasse Stunts und Spezial-Effekte gezeigt. Es empfiehlt sich allerdings recht früh dazusein und etwas länger zu warten damit man einen guten Platz bekommt. Die letzte Station für diesen Abend sollte das neue "The Venecian" sein, ein Hotel in dem man im zweiten Stock auf Gondeln durch Venedig fahren kann. Perfekt nachgebaut und mit richtigen Kanälen. Eine freundliche Japanerin machte von uns noch ein Foto auf der "Rialto-Brücke" und dann bummelten wir zurück ins Hotel.


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