Reisebericht
Frisco bis Santa Barbara


2. Oktober: Montag
Heute sollte es nur noch von Pismo Beach bis Santa Barbara gehen. Wir verzichteten erst mal auf ein Frühstück, da unsere Vorräte aufgebraucht waren und wir erst noch eine der üblichen Malls besuchen mussten. Nach dem verstauen des Gepäcks tankten wir noch schnell bei Walter Thomas Tankstelle und versorgten uns mit Orangensaft, Milch, Frosted Flakes und Brot. Das verspätete Frühstück wollten wir dann irgendwo an der Küste auf dem Weg nach Santa Barbara zu uns nehmen.
Es war dann plötzlich schon Mittagszeit und wir hatten immer noch keinen passenden Platz gefunden. Etwa 55 Meilen nach Pismo Beach entdeckten wir einen kleinen Zelt- und Rastplatz. Der "Refugio-State-Beach" sollte nach Zahlung von 5 Dollar um 01:29 Uhr als Frühstücksplatz gelten. Wir suchten uns ein Plätzchen an den typisch amerikanischen Bank-Tisch-Bank Kombinationen und genossen in Gesellschaft unzähliger Möven unser Frühstück. Jetzt waren es nur noch wenige Kilometer bis Santa
Barbara. Wir fuhren dort auf einen Parkplatz direkt am Strand und machten uns zu Fuß auf weitere Erkundungstour. Die Sonne schien, es war das beste Wetter. Als erstes gingen wir raus auf den Pier, der im November 1998 zu 20% abbrannte. Danach liefen wir die "Hauptstraße" entlang und schlenderten durch viele kleine Geschäfte. Im "The Basket" kaufte sich Jasmin einen originalen Cowboyhut mit dem sie "zum schießen" aussah. Danach bummelten wir ein bisschen herum, um anschließend weiter Richtung Los Angeles aufzubrechen. Eine freundliche Dame im Tourist-Info gab uns eine Liste mit Zeltplätzen an der Küste. Wir entschieden uns für den
Carpinteria State Beach, der nur etwa 15 Meilen südlich von Santa Barbara lag. Unser Zelt stand direkt hinter den Dünen und es waren nur wenige Meter bis zum Meer. Das war wohl auch der Hauptgrund, warum ich in der nächsten Nacht nicht so gut schlafen konnte. Leider war es hier nicht mehr so sonnig und der Abendhimmel war von lauter Wolken bedeckt. Nach einem Abendbrot-Happen setzten wir uns noch auf einen Baumstumpf am Strand und schauten auf die Lichter der Bohrinseln weit draußen auf dem Meer.


3. Oktober: Dienstag
Gleich nach dem Aufstehen ging ich an den Strand und wartete dort auf Jasmin. Ich dachte, sie würde auch bald nachkommen, als sie aber nach einiger Zeit immer noch nicht kam, ging ich zurück zum Zelt. Jasmin hockte im Auto und hantierte irgendwie an der Rückbank herum. Als ich sie fragte, was sie da tat, sagte sie mir, sie hätte den Autoschlüssel aus Versehen im Kofferraum liegen gelassen. Da viel mir dann nichts mehr ein. Kaum lässt man diese Frau mal 5 Minuten allein, passieren die unglaublichsten Dinge. Da der Schlüssel an der Seite lag,
kamen wir dann gerade noch drann und das Problem war gelöst. Nach dem üblichen spartanischen Frühstück, bei dem uns diesmal ein Erdhörnchen Gesellschaft leistete, fuhren wir weiter.


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